Zimmern für den guten Zusammenhalt

„Verhallet sind des Beiles Schläge,
verstummt ist die geschwätzige Säge;
drum preiset laut der Zimmermann…“

 

Mit diesem Richtspruch, verlesen vom bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, durften die Teilnehmer der diesjährigen Bavarian Academy ihre mit Bravur bestandene Teamaufgabe feiern. Doch was passierte zuvor auf der Bavarian Academy und warum nahm Staatsminister Glauber daran teil?

Die Bavarian Academy (BA)

Vollgepackt in ein Wochenende liefert die BA ein Gesamtpaket an Werkzeugen zur verantwortungsbewussten Führung. Bestens gerüstet sind die Teilnehmer somit auf Führungsaufgaben innerhalb des Verbandes oder im Berufsleben vorbereitet. Zu diesem Zweck erhalten sie fachlichen Input, absolvieren unterschiedlichste Aufgaben im Team und üben sich in Kernkompetenzen erfolgreicher Führung, wie Selbstorganisation, Teamführung und Präsentation. Darüber hinaus stehen ein tiefgreifendes Verständnis für den Verband und seine Strukturen sowie die intensive Vernetzung der Junioren aus allen Teilen Bayerns im Fokus des Trainingswochenendes. „Denn eines steht fest: Die Kontakte, die auf der BA geknüpft werden, können einem ein (Junioren-)Leben lang begleiten!“ so unsere Landesvorsitzende Marlen Wehner.

Das Motto „Zimbar“

In diesem Jahr stand unter dem Motto „Zimbar“ die körperliche Teamarbeit im Mittelpunkt. Der Begriff „Zimbar“ leitet sich vom althochdeutschen für Zimmer, etwas Gebautes aus Holz ab und beschreibt das Herzstück des Lernerlebnisses.

Die Location

Außergewöhnliche Veranstaltungen wie die BA fordern außergewöhnliche Locations. Die Biogasanlage von Wirtschaftsjunior Stefan Greif und seiner Familie in Pinzberg nahe Forchheim in Oberfranken, bot in diesem Jahr die perfekte Kulisse. Auf dem Areal befanden sich zwei renovierungsbedürftige Häuser. Mit neuer Anstrichfarbe und neuen Toren allein war diese Aufgabe nicht zu erledigen. Auch ein neuer Dachstuhl inklusive Ziegeleindeckung musste her. In mühevoller Teamarbeit richteten die Teilnehmer beide Gebäude wieder her. An dieser Stelle, vielen Dank an die Familie Greif für die Bereitstellung der Location sowie Betreuung während des Wochenendes auch bei Fragen oder Anliegen aus dem Orga-Team.

Die Learnings

Neben der körperlichen kam auch die geistige Herausforderung nicht zu kurz. In mehreren Workshop Einheiten vermittelte Marlen Wehner Wissenswertes rund um den Verband, Teamwork, Mitgliedergewinnung und Kommunikation. Die Teilnehmer konnten während dieser Einheiten aus ihren Kreisen verschiedene Themen und Best Practice Beispiele schildern. Ganz nebenbei entstand so ein lockerer Austausch über aktuelle Projekte die in WJ-Kreisen aus ganz Bayern angestoßen wurden. Für Andreas Zacherl, stellvertretender Landesvorsitzender und Organisator der BA 2019, kam dadurch der eigentliche Wert der Veranstaltung zum Vorschein. „Es war super zu sehen wie die Teilnehmer fernab ihrer normalen Aufgabengebiete problemlos zu einem Team zusammenfanden. Und das obwohl die meisten sich wenig bis gar nicht kannten. Eine Teilnahme kann ich jedem WJ’ler nur ans Herz legen.“

Der Ablauf

Am Freitag, zu Beginn der BA, stand für die Teilnehmer der Aufbau der Schlafstätten auf dem Programm. Verschiedene Teams bekamen Hammer und Zeltpfähle an die Hand und stellten gemeinsam die Teamzelte auf. So lernten sich die Teilnehmer gleich kennen. Auch die Zeit beim gemeinsamen Grillen wurde genutzt, um sich über die Arbeit in den Wirtschaftsjuniorenkreisen auszutauschen.

Der Samstagmorgen startete früh mit einem gemeinsamen Frühstück ehe es für die ersten beiden Teams auf die Baustellen ging. Parallel hielten die beiden anderen Teams ihren ersten Workshop mit Marlen Wehner. Über den Tag verteilt wechselten sich die Teams mal im Workshop, mal auf der Baustelle ab.

Als echtes Highlight nahm der aus Pinzberg stammende Staatsminister Thorsten Glauber die fertigen Baustellen mit seinem Richtspruch ab und würdigte so die Arbeit der Teilnehmer. Im anschließenden Gespräch sprach Glauber über die Umsetzung des bayerischen Volksbegehrens zum Artenschutz in ein Gesetz. Ein Knackpunkt ist dabei die Praxistauglichkeit der Regelungen, weshalb sein Ministerium alles auf Punkt und Komma prüft und bewertet. Als Architekt sind Glauber die vielen Genehmigungsprobleme aus erster Hand bekannt. Mit Blick auf Pinzberg erinnerte Glauber an die Förderung aller Regionen, den Bayern bestehe nicht nur aus den Alpen.

Nach der schweißtreibenden Arbeit, war das Abendessen, die passende Belohnung. Beim Ausklang am Lagerfeuer gab Senator Marcus Spiess einige Anekdoten aus dem Senatorenleben zum Besten.

Das Fazit:

„Jede Bavarian Academy ist anders, ob nun in einer Western Stadt, auf der Zugspitze, im tiefen Bayerischen Wald oder eben einer Biogasanlage. Aber was immer bleibt, ist das starke Wir-Gefühl, der Stolz auf gemeinsam Geleistetes in einer ungewohnten Umgebung und die Gewissheit Gelichgesinnte getroffen zu haben, die einen noch ein ganzes Junioren-Leben lang begleiten können. Ich bin immer wieder stolz, Teil dieses Erlebnisses zu sein.“ So lautet das Fazit der Landesvorsitzenden Marlen Wehner.